So funktioniert weiße Tinte auf metallischem Material
Gold, Silber, Kupfer oder ein zarter Schimmer – Metallic-Effekte machen aus einer Verpackung im Regal sofort einen echten Hingucker. Aber damit dein Design am Ende genauso glänzt, wie du es dir vorstellst, kommt es auf einen Druckschritt an, den viele unterschätzen: Wie die weiße Farbschicht auf dem metallischen Material aufgebracht wird.
Warum Weiß bei Metallic-Pouches so wichtig ist
Unser metallisches Material, eine PP-Folie mit silberner Optik, glänzt von Natur aus. Damit deine Farben aber überhaupt sichtbar werden und nicht überall durchschimmern, brauchst du eine weiße Unterdruckschicht.
Klingt erstmal technisch, ist aber easy erklärt: Überall dort, wo Weiß gedruckt wird, kommt deine CMYK-Farbe ganz normal zur Geltung. Überall dort, wo du das Weiß weglässt, blitzt die Silberfolie durch und sorgt für den gewollten Metallic-Look.
Kurz gesagt: Weiß = normale Farbe. Kein Weiß = Metallic-Effekt.
Unterschiedliche Metallic-Effekte? Du hast die Wahl!
Das Beste daran? Metallic muss kein Alles-oder-Nichts sein. Mit Weißanteilen zwischen 10% und 100% kannst du genau steuern, wie stark der Effekt am Ende durchkommt.
Ein paar Beispiele, wie das aussehen kann:
- 100% Weiß unter der Farbe: kein Metallic-Effekt, deine Farbe wirkt wie auf normalem Standbodenbeutel-Material
- Reduzierter Weißanteil: sanfte Schimmer-Übergänge und weichere Farbverläufe
- Komplett ohne Weiß: voller Metallic-Look – kräftig, glänzend und super auffällig
Du entscheidest also selbst, ob du nur kleine Akzente setzen willst, zum Beispiel auf deinem Logo, einem Schriftzug oder einem Detail, oder ob du lieber ganze Flächen glänzen lässt. Für deinen Markenauftritt ein riesiger Gestaltungsspielraum.
Metallic-Effekte live erleben
Theorie ist gut, anfassen ist besser. Genau deshalb haben wir Metallic Pouches mit in unser Musterpaket gepackt. So bekommst du ein Gefühl dafür, wie sich verschiedene Farben auf der silbernen Folie verhalten – und wie unterschiedlich das Ergebnis ausfallen kann.
Wir haben außerdem die CMYK-Werte direkt mit aufs Musterdesign gedruckt. Warum? Damit du (und dein Designer-Team) genau sehen könnt, mit welchen Werten ein bestimmter Metallic-Ton entsteht. Möchtest du später eine Farbe so oder ähnlich nachbauen, hast du die passende Vorlage direkt zur Hand.
Und wenn du auf Nummer sicher gehen willst, bevor es in den Druck geht: Bei uns kannst du einen Andruck bestellen und dein Design vorab testen.

So legst du die weiße Farbe in Adobe Illustrator an
Jetzt wird's kurz nerdy – aber keine Sorge, kein Hexenwerk. In Adobe Illustrator legst du die weiße Ebene als eigene Sonderfarbe mit dem Namen „Weiß" an. Wichtig: Der Name muss genau so geschrieben sein, sonst erkennt unsere Druckmaschine später nicht, dass an dieser Stelle weiße Tinte gedruckt werden soll.
Welche Anzeigefarbe du zum Arbeiten wählst, ist übrigens egal. Bei uns im Workflow nutzen wir gern 30% Cyan – nicht weil Cyan gedruckt wird, sondern einfach, weil man die Weißfläche so in der Datei besser sieht.
Und dann gibt's noch einen entscheidenden Schritt, den du auf keinen Fall vergessen darfst: Überdruckfüllung aktivieren.
Dadurch landet das Weiß im Druck genau dort, wo es hin soll. Nämlich unter deiner CMYK-Schicht. Ohne diese Einstellung verhält sich die Druckvorlage in der Produktion möglicherweise nicht wie vorgesehen.
Du brauchst Hilfe bei deiner Datei?
Metallic-Effekte sehen genial aus – aber nur, wenn die Weißfläche sauber angelegt ist. Falls du dir bei deinem Design unsicher bist, schau einfach noch mal in unseren Download-Bereich oder ruf uns an. Wir gehen deine Datei gern mit dir durch und sorgen dafür, dass dein Standbodenbeutel am Ende genauso aus dem Drucker kommt, wie du ihn dir vorgestellt hast.